27. März 1809

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27. März 1809

Helene Marie von Kügelgen an ihre Mutter "...zum Zeichnen komme ich wenig. Da ich meine Küche selbst besorge, noch so kleine Kinder habe, Wilhelm selbst unterrichte, alle Kleider, Strümpfe, Hosen, Röcke für die Kinder und für mich mit arbeite, so bleibt mir nur wenig Zeit zur Musik, die ich vorziehe, weil sie dem ganzen Hause mehr Freude Macht. Ich lese nur, wenn ich stricke...so ist der Tag herum, und mein Zeichenbrett ist nicht angerührt worden, und ich bin am Abend so müde, daß ich´s über zehn Uhr nie bringe. So früh, wie sonst, kann ich nicht mehr aufstehen, mein Körper fordert mehr schlaf als früher. So ruht denn jetzt die Zeichenkunst, die ich dennoch nicht aufgebe, denn immer noch hoffe ich auf eine Zeit, wo es mir besser gelingen soll..."

aus: KÜGELGEN, A. und E. von, Helene Marie von Kügelgen, Stuttgart o.J.


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