Antonia Dietrich

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(8. Januar 1900 Wien - 21. August 1975 Dresden, Grab auf dem Waldfriedhof Weißer Hirsch)

Antonia Dietrich war Schauspielerin. Mit 17 Jahren besuchte sie in Wien die Schauspielschule. 1918 hatte sie ihr Debüt in Wien. 1919 suchte das Dresdner Theater eine "Sentimentale". Die Wienerin kam zum Gastspiel und überzeugte in der Rolle des Gretchen. Sie spielte zunächst die jugendlichen Heldinnen, dann auch Charakterrollen: Käthchen von Heilbronn, Amalia in den "Räubern", Klärchen in "Egmont". Immer wieder lobte man ihre feinsinnige, ausdrucksstarke Sprechweise. Später erarbeitete sie sich vor allem große tragische Frauenrollen: die Kriemhild in Hebbels "Nibelungen", Jungfrau von Orleans, Antigone, Stella, Orsina, Lady Macbeth, Sappho und Penthesilea, insgesamt mehr als 200 Rollen. Am höchsten aber begeisterte sie als Iphigenie. Nach der Zerstörung der Stadt, bei der auch ihre eigene Wohnung vernichtet wurde, fand Antonia Dietrich mit Kollegen einen neuen Anfang. In der "Tonhalle" auf der Glacisstraße spielte sie am 10. Juli 45 die Sittha im "Nathan". Claire Zachanassian.

[bearbeiten] Literatur

  • KUMMER, Friedrich, Dresden und seine Theaterwelt, Dresden 1938
  • FIEDLER, Else: Erfülltes, leuchtendes Leben. Erinnerungen an Antonia Dietrich, in: Schauspiel 5/1999/2000, Beilage in PLUSZ 1/2000
  • REICHELT, Johannes: Erlebte Kostbarkeiten, II - Dichter und Mimen; Dresden, 1943
  • KOCH, Marlies: Antonia Dietrich, in: Frauen in Dresden, Dresden 1994
  • Künstler am Dresdner Elbhang Band 1, S. 34
  • EHRLICH, Lothar: Die Unduldsame. Zum 100. Geburtstag von Antonia Dietrich (mit Foto 1959 als Wassa Schelesnowa von J. Landgraf), in: SZ 8.1.2000
  • T.P.: Zum 100. von Antonia Dietrich. 200 Frauenrollen der Weltliteratur, in: DNN 8.1.2000


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