Bathilde d’Orléans
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Prinzessin Louise Marie Thérèse Bathilde d'Orléans (* 9. Juli 1750 in Saint-Cloud; † 10. Januar 1822 in Paris) war eine französische Prinzessin und durch Heirat Prinzessin de Condé. [bearbeiten] LebenBathilde war die älteste Tochter von Louis-Philippe I. de Bourbon, duc d’Orléans (1725–1785) und seiner ersten Frau Prinzessin Louise-Henriette de Bourbon-Conti (1726–1759). Zusammen mit ihrem älteren Bruder Louis-Philippe II. Joseph de Bourbon, duc d’Orléans (1747–1793), genannt Philippe Égalité, wuchs sie in Saint-Cloud und im Versailles auf. Nach dem Tod ihrer Mutter, wurde Bathilde auf Wunsch der eifersüchtigen Geliebten ihres Vaters, Charlotte-Jeanne Béraud de la Haye De Riou, marquise de Montesson, in ein Kloster geschickt. Im Jahr 1770 wurde Prinzessin Bathilde mit ihrem Cousin (zweiten Grades) Louis VI. Henri Joseph de Bourbon, prince de Condé (1756–1830), ältester Sohn von Louis V. Joseph de Bourbon, prince de Condé und dessen erster Frau Prinzessin Charlotte de Rohan-Soubise, verheiratet. Aus der Ehe ging ein Sohn hervor:
1778 wurde der Ehebruch ihres Mannes öffentlich gemacht, doch die Konsequenzen musste Prinzessin Bathilde tragen, indem sie nicht mehr am königlichen Hof zu Versailles empfangen wurde. Sie zog sich auf Château de Chantilly zurück, wo sie sich den geheimen Wissenschaften, Astrologie und Traumdeutungen beschäfftigte. Aus einer Liaison mit einem Marineoffiziers gebar sie eine Tochter, die aber von ihrem Sekretär als sein eigenes Kind aufgezogen wurde. Während der Revolution entdeckte Prinzessin Bathilde, wie ihr Bruder, die Demokratie. Sie nannte sich Citizeness Vérité (Bathilde Vérité) und gab ihren Besitz ab, bevor er konfisziert werden konnte. Ab Mai 1793 wurden alle Mitglieder aus dem Haus Bourbon unter Hausarrest gestellt, ihr Bruder starb im November des gleichen Jahres unter der Guillotine. Durch ein Wunder wurde sie während der Terrorherrschaft aus der Gefangenschaft befreit und lebte danach im Élysée-Palast in Paris. 1797 wurden alle Bourbonen aus Frankreich verbannt; Bathilde ging mit ihrer unehelichen Tochter nach Spanien. In Barcelona betrieb sie eine Apotheke und ein Lazarett für Arme. [bearbeiten] Entführung und Ermordung ihres SohnesNach einer aufgedeckten Verschwörung im August 1803 um Georges Cadoudal, Jean-Charles Pichegru und General Jean-Victor Moreau, die ein Attentat im Schloss Malmaison auf Napoléon Bonaparte planten, suchte Bonaparte mit Hilfe seines Polizeiministers Joseph Fouché nach einem Bourbonen, an dem man ein Exempel statuieren konnte. Ihr Sohn bezeichnete sich selbst stolz als Feind Bonapartes und des revolutionären Frankreich, wies aber jede Anschuldigung einer Teilnahme an einer Verschwörung gegen das Leben des Ersten Konsuls zurück und verlangte eine Unterredung mit demselben, die jedoch abgeschlagen wurde, da Napoleon die sofortige Vollstreckung des Todesurteils befohlen und sich überdies von Paris entfernt hatte. Am 21. März um vier Uhr morgens wurde das Todesurteil gefällt und eine halbe Stunde später im Graben des Schlosses Vincennes durch ein Erschießungskommando ausgeführt. Als Prinzessin Bathilde 1814 in Paris einzog, wurde sie die Mutter des „Märtyrers von Vincennes“ mit Beifall begrüßt. Der Leichnam ihres Sohnes wurde exhumiert und in der Kirche zu Vincennes beigesetzt.
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