Gertrud Bülow von Dennewitz

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Gräfin Gertrud Bülow von Dennewitz war Mitbegründerin des Deutschen Frauenvereins Reform am 30. März 1888 in Weimar, um 1898 im Vorstand des "Dresdner Rechtsschutzvereins für Frauen". Nach 1900 kämpfte sie unter dem Pseudonym "Gisela von Streitberg" gegen den § 218 und trat als erste deutsche Frau für die Entkriminalisierung der Abtreibung ein. Sie verfaßte mehrere Streitschriften, u.a. "Taceat mulier in ecclesia", "Das Recht zur Beseitigung keimenden Lebens. 218 des Reichs-Strafgesetzbuches in neuer Betrachtung" (Berlin 1904). In Dresden wohnte sie auf der Albrechtstr. 5.

Weitere Werke

  • Das Weib am Ende des Jahrhunderts, 4 Teil

1. Die falsche Moral im Leben des Weibes 2. Die verehelichten u. die ehelosen Frauen 3. Die Erziehung der Töchter. Grausamkeiten im Familien- u. gesellsch. Leben 4. Die Enterbten, Gefallenen u. Verlorenen (2. Aufl. Berlin 1891)

  • Die dt. Frauen und der Bismarckkultus (Leipzig 1894)

Literatur

  • PATAKY, Sophie: Lexikon deutscher Frauen der Feder, Berlin 1898
  • Stadtarchiv Dresden/Stadtbund Dresdener Frauenvereine: KASSENBERICHT des Dresdner Rechtsschutzvereins für Frauen über das Jahr 1898
  • TWELLMANN, Margit: Die dt. Frauenbewegung - ihre Anfänge und erste Entwicklung 1843 - 1899; Frankfurt am Main 1993
  • GEISEL, Beatrix: Radikalität und Recht...(Marie Stritt, Gräfin Bülow von Dennewitz), in: Ariadne. Heft 28, Nov. 1995
  • * Bücher über die Frauenbewegung auf dem WeltWeitWeberinnen-Buchportal


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