Rosa Menzer
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(4. Januar 1886 Plunge/Litauen - Frühjahr 1942 Bernburg)
Rosa Menzer war eine antifaschistische Widerstandskämpferin. Als Tochter einer orthodoxen jüdischen Familie (geboren als Hiende-Reise Litwin) war ihr kein Schulbesuch vergönnt, mit 12 Jahren begann sie eine Schneiderlehre. 1906 arbeitete sie als Hausschneiderin in Berlin, bis zur Ausweisung als "Lästige Ausländerin". 1910 kam sie nach Dresden, wo sie im Arbeiterbildungsverein mitarbeitete. Sie schloß die Ehe mit Max Menzer. 1912 trat sie in die SPD ein, 1917 in die USPD, 1919 in die KPD. Die "Rosa Luxemburg von Striesen" war Vorsitzende der Internationalen Arbeiterhilfe und Leiterin des Roten Frauen- und Mädchenbundes in Striesen. Sie war befreundet mit Elisabeth Sparschuh. 1933 leistete sie illegale Parteiarbeit, am 5. März 1934 folgte ihre Verhaftung, sie wurde nach Waldheim gebracht. Nach der Entlassung stand sie unter Polizeikontrolle, 1939 wurde sie ins KZ Ravensbrück verschleppt. Im Februar 1942 wurde sie zur Vernichtung in die Nervenheilanstalt Bernburg abtransportiert und dort ermordet. Zu ihren Ehren wurde die Rosa-Menzer-Str. in Striesen benannt.
[bearbeiten] Literatur
- BIOGRAFISCHE NOTIZEN zu Dresdner Straßen und Plätzen, die an Persönlichkeiten aus der Arbeiterbewegung, dem antifaschistischen Widerstandskampf und dem sozialistischen Neuaufbau erinnern. Hrsg. Museum für Geschichte der Stadt Dresden, Dr. Rudolf Förster, Dresden 1976
- VIELE LERNEN GESCHICHTE...(Rosa Menzer), In: "wir", Beilage der SZ vom 3.1.1986
- SPURENSUCHE. Juden in Dresden, Dresden 1995
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