Zeit zu sprechen

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Zeit zu sprechen: 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges - Sexualisierte Gewalt als Kriegserfahrung von Frauen damals und heute

Eine Tagung in Kooperation der Friedrich-Ebert-Stiftung und medica mondiale e.V.

Auch 60 Jahre nach Kriegsende ist sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen in der deutschen Kriegs- und Nachkriegszeit immer noch ein Tabu. In dieser Zeit waren auf allen Seiten der Fronten sehr viele Frauen - zusätzlich zu anderen traumatischen Kriegserfahrungen - Vergewaltigungen und anderen Formen sexualisierter Gewalt ausgesetzt. Aus Scham und wegen des gesellschaftlichen Drucks haben betroffene Frauen jahrzehntelang geschwiegen - genauso wie Frauen in heutigen Kriegsgebieten schweigen. Dies verhindert sowohl eine persönliche Aufarbeitung der Traumatisierungen als auch eine gesellschaftliche Auseinandersetzung über die Ursachen und Folgen sexualisierter Kriegsgewalt. Sexualisierte Kriegsgewalt ist ein Kontinuum, an dessen Brisanz und Aktualität sicht trotz der positiven Entwicklung in der Wahrnehmung von Frauenrechten bis heute nichts verändert hat. Bei der Tagung werden ausgewiesene Expertinnen dieses Thema diskutieren und Handlungsansätze beraten - zum Beispiel in der deutschen Altenhilfe, aber auch im Hinblick auf aktuelle Kriegs- und Krisengebiete.


Am: Donnerstag, den 2. Juni 2005, 17:00 bis 19:30 Uhr In den Konferenzsaal I der Friedrich-Ebert-Stiftung Godesberger Allee 149 D-53175 Bonn Tel. 0228 - 883 473 Fax. 0228 - 377 9606

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medica mondiale e.V.


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