Lea Große

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Lea Große (12. Mai 1906 in Tschenstochau; 10. Juni 1997 Berlin) wurde 1914 mit ihren Eltern aus Leipzig nach Chemnitz verschickt und zivilinterniert, 1927 kommunistischer Jugendverband. Heirat mit Friedrich Große. 1928 Halle, Mitglied der Bezirksleitung des KJVD, 1929 Berlin, Februar 1930 Moskau, Archivarin der kommunistischen Jugendinternationale. März 1933 Rückkehr nach Deutschland mit einem Kurierauftrag, dann wieder Moskau. Illegale Arbeit in Deutschland und Paris. Zusammenarbeit mit dem katholischen Widerstand um Dr. Rossaint und mit der Sozialistischen Arbeiterjugend. 1934 Verhaftung in Düsseldorf. März 1936 Prozeß, verurteilt zu fünf Jahren Zuchthaus, verbüßt in Jauer zusammen mit Eva Lippold („Das Haus der schweren Tore"). Oktober 1938 Abschiebung nach Polen. Hauslehrerin in Radom, nach Kriegsausbruch Köchin bei den deutschen Besatzern, dann Flucht in das sowjetisch besetzte Polen. Tuberkulose. Arbeit als Putzfrau in einem Lazarett in Lwow. Lungenheilstätte in Jalta. Mitte Juli 1940 Rückkehr nach Moskau, Arbeit im Kinderheim der Internationalen Roten Hilfe. Nach dem Überfall auf die SU beim Deutschen Volkssender (Jugendsender Sturmadler), später beim Sender des Nationalkomitees „Freies Deutschland". Evakuierung nach Ufa, zusammen mit Hedda Zinner. 1942 wieder in Moskau. 7.12.1945 Chefredakteurin beim Landessender Dresden, zwei Kinder, 1949 wurde ihr Mann Botschafter in der Tschechoslowakei. 1957 verwitwet.

Quellen

  • GROSSE, Lea: (?) Autobiographie, 1982

Literatur