Charlotte Knobloch

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Charlotte Knobloch, geb. Neuland (* 29. Oktober 1932 in München)

Leben und Wirken

Charlotte Knobloch ist Tochter des Münchner Rechtsanwalts Fritz Neuland. Sie überlebte den Holocaust in einem Versteck auf dem Land. 1951 heiratete sie Samuel Knobloch (verstorben 1990). Sie ist seit 1985 Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, seit 2003 Vizepräsidentin des Europäischen Jüdischen Kongresses (EJC), seit 2005 Vizepräsidentin des Jüdischen Weltkongresses (WJC) und seit dem 7. Juni 2006 Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland .

Bereits 2005 wurde Frau Knobloch Ehrenbürgerin von München. Die Stadt ehrte sie damit für ihr herausragendes Engagement zur Aussöhnung von Juden und Nicht-Juden und für ihr langjähriges Wirken für die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKG). Inhaltsverzeichnis

Charlotte Knobloch gründete die deutsche Sektion der Women's International Zionist Organization (WIZO) mit und war Schatzmeisterin des Jüdischen Frauenbundes in Deutschland.

Während ihrer Zeit an der Spitze der IKG wird seit 2004 in München ein neues Jüdisches Zentrum für die auf rund 8.000 Mitglieder gewachsene Gemeinde der Stadt gebaut. Es besteht aus einer neuen Hauptsynagoge, einem Gemeindehaus und einem Jüdischen Museum. Synagoge und Gemeindehaus werden voraussichtlich am 9. November 2006 eröffnet, das von der Stadt München gebaute und betriebene Jüdische Museum soll 2007 eröffnet werden.

Ihre Ziele im WJC beschreibt sie mit: „Schwerpunkt meiner Arbeit im Weltkongress wird die weitere Vernetzung der deutschsprachigen Jüdischen Gemeinden in Europa und der Brückenschlag zur jüdischen Gemeinschaft in den Vereinigten Staaten sein. Auch der Kampf gegen den wachsenden Antisemitismus vor allem in Osteuropa, hat eine hohe Priorität“ [1]

Die Beziehung ihrer eher traditionell ausgerichteten Gemeinde zur Liberalen jüdischen Gemeinde München Beth Shalom ist nicht frei von Spannungen. Diese in der Union progressiver Juden in Deutschland vereinigte Münchener Gemeinde, sowie die Union selber, befanden sich lange Jahre im Streit um öffentliche Anerkennung und bessere Eingliederung in die Strukturen des Zentralrates, wobei Charlotte Knobloch, auch in ihrer Funktion als Vizepräsidentin des Zentralrats, beteiligt war.

Am 7. Juni 2006 wurde sie als Nachfolgerin von Paul Spiegel zur Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland bei einer Stimmenthaltung gewählt.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Charlotte Knobloch aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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