Elsa Asenijeff

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Elsa Asenijeff geborene von Packeny war eine Leipziger Schriftstellerin.

Sie wurde am 3. Januar 1867 in Wien als Elsa Maria von Packeny geboren. Sie lernte an der Wiener Lehrerinnenbildungsanstalt und heiratete im Jahr 1890 den bulgarischen Diplomaten Ivan Nestoroff, von dem sie sich 1896 wieder scheiden ließ. Ihr offizieller bürgerlicher Name blieb Elsa Nestoroff; der Name Asenijeff ist ein Künstlername, den sie nach dem Tode ihres erstgeborenen Sohnes Asen Nestoroff annahm.

Im Jahr 1897 kam sie nach Leipzig, wo sie 1899 an der Universität ein Studium der Philosophie und Nationalökonomie begann.

Im Jahr 1898 wurde sie in der Literarischen Gesellschaft mit dem Leipziger Maler und Bildhauer Prof. Max Klinger (1857-1920) bekannt. In den nächsten Jahren stand sie ihm Modell, wurde seine Lebensgefährtin und Mutter einer gemeinsamen Tochter, Desirée (* 1900 in Paris). Da Klinger sich nicht öffentlich zu ihr bekennen wollte, hatte sie eine eigene Wohnung im Hochparterre des Hauses Schwägrichenstraße 11 im Leipziger Musikviertel. Sie galt als eine äußerst eindrucksvolle, faszinierende, mitunter auch extravagante Persönlichkeit.

Als Schriftstellerin schrieb sie in den Feuilletons verschiedener Leipziger Zeitungen über Literatur und Ausstellungen. Außerdem setzte sie sich in ihrem Werken für die Frauenrechte ein. Seit 1912 schrieb sie auch Lyrik. Sie gilt als eine frühe Vertreterin des Expressionismus.

Im Jahr 1913 trennte sie sich von Klinger. Dies führte zu einer drastischen Verschlechterung ihrer finanziellen Lage, da sie von ihrer schriftstellerischen Tätigkeit nicht leben konnte. Sie musste die repräsentative Wohnung aufgeben und lebte seitdem in Pensionen. Als sie nach Klingers Tod Ansprüche an das ehemalige Vermögen geltend machen wollte, wurde sie 1921 entmündigt. Im Jahr 1923 wurde sie, inzwischen obdachlos und verwahrlost, in die Universitätsnervenklinik eingewiesen. Ihr restliches Leben verbrachte sie in verschiedenen psychiatrischen Anstalten, u.a. in Leipzig-Dösen und Colditz.

Am 5. April 1941 starb Elsa Asenijeff im Alter von 74 Jahren in der Anstalt Bräunsdorf.

Literatur

  • Nürnberg, Peter: Traumgekrönt: Elsa Asenijeff als Schriftstellerin. - In: Leipziger Blätter 17(1990), S. 40-43
  • Riedel, Horst: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z. 1. Auflage, ProLEIPZIG 2005, S. 27