Erna von Abendroth

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Oberin Dr. Erna von Abendroth, Foto von Ruth Venske, mit frdl. Genehmigung

(4. Februar 1882 Ostritz - 1959)

Sie besuchte das Lehrerinnenseminar, wirkte als Volksschul- und Hauslehrerin. 1910 absolvierte sie eine Ausbildung zur freiwilligen Krankenpflege im Albertverein. Ihrem Kriegseinsatz 1914 folgte 1916 die staatliche Krankenpflegeprüfung. 1918 übernahm sie die Pflege der Eltern und hörte Vorlesungen an der TH Dresden. 1921 promovierte sie zum Dr. phil., 1922-23 leitete sie den Aufbau der Städtischen bzw. Dresdner Schwesternschaft (1927 und 1929 wird sie als Vorsitzende genannt), sie war auch Leiterin der Kinderklinik des Johannstädter Krankenhauses. 1932 wurde das Krankenhaus geschlossen (Weltwirtschaftskrise) und die Schwesternschule geschlossen. 1933 verließ sie Dresden, um nicht Funktionen in der NS-Schwesternschaft übernehmen zu müssen. Sie zog sich ins Privatleben zurück, übernahm Vorträge und Studienreisen, versorgte ihre blinde Mutter. 1941 trat sie in die DRK-Schwesternschaft für Übersee in Berlin ein. 1946 übernahm sie die Werner-Schule Göttingen des DRK als Leiterin. 1951 ging sie in den Ruhestand.

Literatur

  • Stadtarchiv Dresden, Bestand: Stadtbund der Dresdener Frauenvereine
  • Jahrbuch des Bundes Deutscher Frauenvereine 1932
  • Wolff, Horst-Peter: Erna von Abendroth (1887-1959) und die "Städtische Schwesternschaft Dresden". - In: Gesundheit regional 1 (1995) 5, S.16-18 (weitere Veröffentlichungen von Horst-Peter Wolff über Dr. Abendroth s. unter "Buchempfehlungen")
  • Biographie von Ruth Venske aus Freiberg 1999 (Manuskript, enthält persönliche Erinnerungen)
  • Biographisches Lexikon zur Geschichte der Pflege, Bd. I, von Horst-Peter Wolff
  • Studien zur deutschsprachigen Geschichte der Pflege von Horst-Peter Wolff
  • Biographisches Lexikon zur Geschichte der Pflege, Bd. II, von Horst-Peter Wolff
  • Biographisches Lexikon zur Pflegegeschichte von Horst-Peter Wolff


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