Etha Richter

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Etha Richter (4. Februar 1883 Dresden - 12. März 1977 Dresden, Grab auf dem Tolkewitzer Friedhof) war die bedeutendste Tierbildhauerin Deutschlands.

Die Tochter eines Pianisten begann als Autodidaktin, da ein Studium an der Kunstakademie für Frauen um die Jahrhundertwende nicht möglich war, bis ihr möglich wurde, Anatomiestudien an der Tierärztlichen Hochschule Dresden als erste weibliche Hörerin zu belegen. 1903 erfolgte der erste Staatsankauf einer Affenplastik. In den 20-ger Jahren war sie Lehrerin an der von Edmund Kesting geleiteten Kunstschule "Der Weg". 1927 heiratete sie den Veterinär Prof.Dr. Hans Richter. 1934-41 lebte sie mit ihm in Ankara und erteilte Zeichenunterricht an der dortigen Landwirtschaftlichen Hochschule. Seit 1941 beteiligte sie sich an vielen großen Ausstellungen (Berlin, München, Dresden). Sie verlor 1945 ihr Atelier in der Eisenstuckstraße und wohnte bis zu ihrem Tode Borsbergstraße 11. 1946-1963 lehrte sie als Dozentin für Zeichnen und Plastik an der Volkshochschule Dresden, danach unterrichtete sie private Schüler. 1947 gestaltete sie das Käthe-Kollwitz-Relief am Gedenkstein in Moritzburg. 1968 wurde sie Ehrenmitglied des Verbandes Bildender Künstler. Ihre Werke befinden sich u.a. in Chemnitz, Dresden, Riga. Seit 8.6.1999 existiert eine Fotodokumentation ihrer Tierbildnisse im FrauenStadtArchiv Dresden.

Literatur

  • LANG, Lothar: Begegnungen im Atelier, Berlin 1975
  • CLAUSSNITZER, Gert: Natursinn und Stilgefühl. Zum 100. Geburtstag von Etha Richter
  • SPITZER, Anne: Fotografische Erinnerung an Etha Richter, in: DNN 19.2.2001
  • SCHÖNHERR, Nicole: Etha Richter (1883 - 1977), in: Amtsblatt 25/2011, S. 4.