Klara Hähnlein

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(28. September 1906 - 18. Oktober 1974 Dresden, Grab im Ehrenhain des Heidefriedhofs)

Klara Hähnlein geb. Bauer war eine antifaschistische Widerstandskämpferin. Die Tochter eines Feuerwehrmanns und einer Arbeiterin machte eine Lehre als Kartonagenarbeiterin bei der Fa. Bogerslovski, Dresden. 5 Jahre arbeitete sie in der Zigarettenfabrik "Haus Neuerburg", dann in der Holzhandlung Warncke. 1921 trat sie dem KJVD, 1927 der KPD bei und wurde Frauenleiterin der Roten Hilfe in Dresden-Neustadt. 1922 - 1928 war sie Pionierleiterin des JSV. 1923 kam es zur ersten Haussuchung. In der Fortbildungsschule war sie Gründerin und erste Vorsitzende des Schülerrates der 2. Mädchenberufsschule Dresden-Neustadt, Louisenstr. 1929 heiratete sie den Arbeiter und Kommunisten Hans Hähnlein, sie hatten zusammen vier Kinder. 1934 erfolgte die Verhaftung des Ehemanns, der wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu 1 Jahr 8 Monaten Zuchthaus verurteilt wurde. Während der Nazizeit leistete sie illegale Arbeit. Sie verteilte Flugblätter, widmete sich der Gefangenenbetreuung (KZ-Häftlinge), der Unterstützung der Ostarbeiter und organisierte Hilfe für sowjetische Kriegsgefangene. 1945 wurde sie Mitglied des Antifa-Ausschusses Dresden-Neustadt (Mitbegründerin). 1946 war sie Angestellte beim Rat der Stadt Dresden im Rückkehrerlager Wilder Mann. Nach ihrem Umzug nach Kaditz wurde sie dort Leiterin der Frauengruppe der KPD. 1949 zog sie in die Hechtstraße. Sie wurde Leitungsmitglied in der WPO, Leiterin des Friedenskomitees Stadtbezirk Dresden-Neustadt und Lebensmittelkartenverteilerin. 1952 bis zur Auflösung war sie in der Kreisleitung der VVN (Friedensarbeit) tätig. 1954/56 war sie erneut Angestellte beim Rat der Stadt, Abt. Innere Angelegenheiten. 1960/63 wurde sie Sekretärin des Jugendweiheausschusses Dresden-Nord, Leitungsmitglied der WPO 19, Agitator im Hause und Helferin der Volkssolidarität bis 1968, sie war Hauptkassierer der DSF im Wohngebiet, Mitglied der Veteranenkommission im Stadtbezirk Mitte, der Kommission zur Erforschung der Arbeitergeschichte und Pate der Pioniergruppe der Klasse 5b der 11. POS.

Quellen

  • Stadtarchiv Dresden/Frauenstadtarchiv/DFD/eigenhändiger Lebenslauf