Maria Walpole

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Maria Walpole (* 1736 in Windsor, Berkshire; † 22. August 1807 in London) war durch Heirat ein Mitglied des britischen Könighauses.

Leben

Maria war die Tochter von Edward Walpole und seiner Lebensgefährtin Dorothy Clements. Ihr Großvater, Robert Walpole (1676–1745), war formell erster Premierminister Großbritanniens. Sie wuchs auf Frogmore House, einem Palais, eine halbe Meile südwestlich von Windsor Castle gelegen, auf. Dass ihre Eltern nicht verheiratet waren, beeinträchtigte ihren sozialen Status.

Am 15. Mai 1759 heiratete Maria James Waldegrave, 2. Earl Waldegrave († 28. April 1763), Sohn von James Waldegrave, des 1. Earl Waldegrave und Maria Webbe. Aus der Ehe gingen drei Töchter hervor:

  • Elizabeth Laura (1760-1816) ∞ ihren Vetter, den 4. Earl Waldegrave
  • Charlotte Maria (1761-1808) ∞ den 4. Herzog von Grafton
  • Anna Horatia (1762-1801) ∞ Edward Seymour-Conway, 2. Marquess of Hertford

Am 6. September 1766 heiratete Maria in zweiter Ehe Wilhelm Heinrich, Duke of Gloucester and Edinburgh (1743–1805), den dritten Sohn des Prince of Wales, Friedrich Ludwig und von Prinzessin Augusta von Sachsen-Gotha-Altenburg, einen Bruder des britischen Königs Georg III. Die Ehe wurde im Geheimen geführt, da die britische Königsfamilie der Ehe zwischen dem Bräutigam und einer Witwe aus nicht königlichem Geblüt ihre Zustimmung versagte. Maria wurde am Hof nie empfangen. Das Paar lebte auf St. Leonard's Hill in Clewer in der Nähe von Windsor Castle. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor:

  • Sophia Mathilde (1773–1844)
  • Caroline Auguste (1774−1775)
  • Wilhelm Friedrich (1776–1834) ∞ Maria (1776–1857), Tochter des Königs Georg III.

Gesetz über königliche Hochzeiten (Royal Marriages Act) von 1772

Eine gravierende Belastung war das von Georg III. 1772 im Parlament durchgesetzte Königliche Heiratsgesetz (Royal Marriages Act), welches vorsah, dass keiner seiner Abkömmlinge vor dem 25. Lebensjahr heiraten durfte, ohne die Einwilligung des Königs, und auch dann nur Prinzen und Prinzessinnen protestantischen Glaubens. Daher suchten die meisten seiner Kinder in Geheimehen und verbotenen Liebesaffären einen Ausweg oder blieben unverheiratet.

Königin Sophie Charlottes Hof wurde in späteren Jahren auch als Nonnenkloster bezeichnet.

Weblinks